Fachlexikon
B
Barcode
Engl. für Strichcode. Information, die in einem Muster von Strichen unterschiedlichen Abstands verschlüsselt wird und von einem Scanner gelesen als numerischer oder alphanumerischer Identifikationscode interpretiert werden kann. Barcodes werden heute auf alle Waren aufgedruckt. Die bekannteste Code-Art ist der 13-stellige EAN Code. Die Erstellung von und der Umgang mit Barcodes bieten wir selbstverständlich direkt mit an.
Bedruckstoff
Allgemeine Bezeichnung für alle zu bedruckenden Materialien (Papier, Karton, Folien, Pappe, Blech, Stoffe, Holz etc.). Auch Substrat genannt.
Beihefter
Beihefter sind fest in eine Zeitschrift eingeheftete oder eingeklebte Drucksachen oder Prospekte mit einem Mindestumfang von einem Blatt gleich 2 Seiten. Da sie vom Auftraggeber verarbeitungsfertig geliefert werden können, ist ihre drucktechnische Ausstattung nicht abhängig von den drucktechnischen Möglichkeiten der Trägerzeitschrift. Beihefter müssen in jedem Fall als Anzeige erkenntlich sein oder als solche ausdrücklich gekennzeichnet werden.
Bekanntheitsgrad
Der Bekanntheitsgrad wird in der Regel auf Basis von Marktforschungsdaten (Primärerhebung) in klar abgegrenzten geographischen Bereichen mit Hilfe einer Stichprobe anhand des Stichprobenumfangs ermittelt. Er sagt aus wieviele Personen das Unternehmen, die Marke oder das Produkt kennen. Allerdings nicht, welche Meinung die Kunden von der Marke oder dem Unternehmen haben.
Benchmarking
Benchmarking beinhaltet den Vergleich von Produkten, Dienstleistungen und insbesondere Prozessen zwischen verschiedenen Unternehmen. Die Gegenüberstellung wichtiger Leistungskennzahlen zeigt, wo ein Unternehmen im Vergleich zu seinen Wettbewerbern steht. Darüber hinaus können erfolgreiche Vorgehensweisen von Spitzenunternehmen übernommen werden oder Anregung zur unternehmensinternen Innovation geben.
Beschnitt
So nennt man den Verfahrensschritt, in dem das Druckprodukt auf Format beschnitten wird. Falls Objekte an den Seitenrand heranreichen sollte schon beim Layout unbedingt darauf geachtet werden, dass der Anschnittbereich korrekt angelegt wird, um Blitzer zu vermeiden. Siehe auch Anschnitt und Blitzer.
Beziehungsmarketing
Soll eine langfristige Bindung des Kunden an ein Unternehmen oder eine Marke schaffen, indem eine Beziehung des Kunden zu dem/den Produkt/en erzeugt wird und eine Indentifikation mit der vermittelten Philosophie stattfindet (engl.: Relationship-Marketing).
Bildbearbeitungssoftware
Allgemein Software, die zum Betrachten, Erstellen und Editieren von Bilddaten verwendet wird. Die führende Software in diesem Bereich ist mit Sicherheit schon seit Jahren Adobe Photoshop.
Bilddatenbank
Datenverzeichnis, in dem Bilddaten und deren zugehörige Verwaltungsdaten archiviert werden. Layout kann aus diesen Daten automatisch generiert werden. Dies erlaubt größtmögliche Effizienz bei vielen Produkten, ähnlicher Erscheinungsform mit sehr vielen unterschiedlichen Bildmotiven.
Bildkompression
Um Bilder platzsparend zu speichern, werden die Daten komprimiert. Man unterscheidet hierbei grob zwei Arten von Kompression: Verlustfrei und verlustbehaftet. Kompressionsmethoden wie JPEG oder GIF funktionieren durch Einsparung von Informationen und sind daher sehr effizient, jedoch verlustbehaftet. ZIP oder RLE beispielsweise funktionieren durch vorteilhafte Zusammenfassung von redundanten Informationen und speichert Daten auf diese Weise verlustfrei ab.
Bitmap
Ein digitalisiertes Bild, das in einem Raster von Pixeln dargestellt wird. Die Farbe jedes einzelnen Pixels wird durch eine bestimmte Anzahl von Bits definiert.
Bittiefe
Die Anzahl der verwendeten Bits zur Wiedergabe jedes einzelnen Pixels in einem Bitmap Bild.
Black
Ausdruck für die Skalenfarbe Schwarz im Vierfarbdruck (Cyan/Magenta/Yellow/Black).
Bleisatz
Manuelle oder maschinelle Satzherstellung, bei der mit Bleilettern (Einzelbuchstaben, Zeilen) gesetzt wird. Der Bleisatz ist das Satzherstellungsverfahren für den Buchdruck, der in den Druckprinzipien Fläche-Fläche (Tiegel-Druckmaschinen) und Zylinder-Fläche (Flachform-Zylinder-Druckmaschinen) druckt.
Blindmuster
Zeigt Größe, Aussehen und Material eines späteren Werkes.
Blindprägung
Sonderdruckverfahren, bei dem ein Prägestempel und als Gegenform eine Matrize unter hohem Druck eine Prägung im Papier erzeugen. Man unterscheidet Hochprägungen (erhabenes Motiv), Tiefprägungen (vertieftes Motiv), mehrstufige Prägungen (verschiedene Ebenen) und Reliefprägungen (räumlicher Effekt mit dreidimensionalen Verläufen). Ebenso kann man durch Einlegen von Metallfolien einen Spiegeleffekt erreichen.
Blitzer
Wenn an Stellen, wo sich 2 farbige Objekte auf einer Druckseite berühren, ein feiner weißer Rand zu sehen ist, spricht man von Blitzern. Dies kann einerseits entstehen, wenn falsche Überfüllungseinstellungen getroffen wurden, oder auch wenn der Anschnitt bei randabfallenden Objekten nicht beachtet wurde.
Blockklebebindung
Verfahren der Klebebindung, bei dem der gesamte Buchblock im Rücken feststehend verklebt wird.
Blocksatz
Schriftsatz, der im Satzspiegel sowohl am linken wie auch am rechten Rand bündig abschließt. Durch diese Satzart ergibt sich ein sehr ruhiges, aber auch statisches Schriftbild. Blocksatz findet vor allem Einsatz im Bücher- und Zeitungssatz. Bei kurzen Zeilen muss man darauf achten, dass keine zu großen Lücken zwischen den Wörtern entstehen.
Bogenmontage
Die einzelnen Seiten einer Publikation werden auf einem Druckbogen nach Maßgabe durch Druck und buchbinderische Verarbeitung zusammengefügt. Die Bogenmontage ist die manuelle Herstellung eines Standbogens. Mittlerweile wird dieser Arbeitsschritt von Ausschießsoftwares übernommen, da die Druckseiten nur noch digital und nicht mehr per Film angeliefert werden. Siehe Ausschießen.
Breitbahn (BB)
Bei der Papierherstellung hat die Papierbahn eine Breite von mehreren Metern. Daraus werden dann Bögen geschnitten, die im Bogenoffset verdruckt werden können. Wenn ein Bogen nun aus der Breite der Papierbahn geschnitten wird, spricht man von einem Breitbahnbogen: Die kürzere Seite des Bogens liegt parallel zur Laufrichtung bzw. Maschinenrichtung (M). Beispiel für Formatangaben: 61 cm x 86 cm BB; 61 M x 86. Siehe auch Laufrichtung.
Broschur
Broschur ist eine allgemeine Bezeichnung für gebundene, geklebte oder geheftete Druckprodukte mit einem flexiblen Umschlag und unterscheiden sich dadurch von Büchern. Z.B Softcover Bücher
Broschüre
Eine nicht periodisch erscheinende Publikation mit zwischen 4 und 48 Seiten plus einem Umschlag.
Browser
Computerprogramme um HTML Dokumente und viele weitere Daten wie Bilder etc anzuzeigen. Browser sind heute auf jedem Computer vorhanden und mit ihrer Hilfe kann der Benutzer durch das Internet navigieren. Bekannte Browser sind:
- Internet Explorer
- Firefox
- Safari
- Opera
Bruch
Siehe Falz.
Buch
1. Das Druckprodukt,welches mit einem festen oder flexiblen Umschlag versehen wurde und aus mehreren Lagen zusammen genunden wurde.
2. Eine Lage einer Zeitung. In der Zeitungsproduktion unterscheidet man zwischen mehreren Büchern, die zwar eigentlich auf ihre Verarbeitung im Falzapparat zurück zu führen sind, jedoch oft auch inhaltlich unterschiedliche Themen haben. (Politik, Sport etc...)
Buchblock
Fertig gebundene Falzbogen (Lagen) oder einzelne Blätter. Der Buchblock wird je nach Bindetechnik zu einer Broschur oder einem Buch weiterverarbeitet.
Buchdecke
Aus mehreren Teilen bestehender stabiler Einband mit einem Bezugsstoff. Auf der Innenseite wird später ein reißfestes Vorsatzpapier aufgeklebt, welches die Verbindung zum Buchblock wird.
Buchdruck
Ein direktes Hochdruck-Verfahren, bei dem direkt von der Druckform auf das Papier gedruckt wird. Hierbei entstehen die typischen Quetschränder an scharfen Kanten wie z. B. Schrift durch dasHerausquetschen der Farbe. Aus dem Buchdruckhat sich der Offsetdruck als indirektes Druckverfahren entwickelt.
Bund
Gedachte Linie bei der Druckformherstellung: Dort wo zwei nebeneinander stehende Seiten sich berühren.
Buntheit
Beschreibt den Abstand einer Farbe von der Unbuntachse des L*a*b* Systems. Umgangssprachlich wird auch der Begriff Sättigung verwendet. Im LCH Fabsystem entspricht der C (Chroma) Wert der Buntheit.
Buntton
Hiermit wird im Gegensatz zur Buntheit nicht der Abstand von der Unbuntachse beschrieben, sonden der Winkel im Bezug auf die a-Achse im L*a*b* System. Mit steigendem Winkel verändert sich der Farbton, unabhängig von der Sättigung und der Helligkeit. Im LCH System beschreibt der H (Hue) Wert die Buntheit.



