Fachlexikon
G
Gegenfarbe
Synonym für Komplementärfarbe. Nach der Komplementärfarbenlehre sind z.B. Gelb und Blau, Cyan und Rot sowie Magenta und Grün Komplementärfarbenpaare.
Geräteprofil
Durch Soll-Ist-Vergleich zwischen Farbmessergebnissen und Referenzwerten einer Testdruckform berechnete Korrekturtabelle zur Charakterisierung des Farbraums eines Eingabegerätes (z. B. Scanner), eines Displays (z. B. Monitor) oder eines Ausgabegerätes (z. B. Druckmaschine). Im Rahmen des Color-Management dienen die Geräteprofile zur kontrollierten Farbraumanpassung zwischen Vorlage, Bildschirmdarstellung und Druckwiedergabe.
Gestrichen
Gestrichen werden Papiere und Kartons, um ihnen eine geschlossenere Oberfläche zu geben, sie glänzender oder matter und vor allem besser bedruckbar zu machen. Zu diesem Zweck wird in Streichmaschinen eine Streichmasse aus Pigmenten (z. B.China-Clay, Kreide, Satinweiß) und Bindemitteln (wie Kunststoff-Dispersionen, Stärke oder Kasein) aufgebracht, gleichmäßig verstrichen, getrocknet und satiniert.
Gewinnschwelle
Die Gewinnschwelle oder Break-Even-Point (BEP) ist in der Wirtschaftswissenschaft der Punkt, an dem Erlös und Kosten einer Produktion gleich sind und damit weder Verlust noch Gewinn erwirtschaftet werden. Wird die Gewinnschwelle überschritten, erreicht man die Gewinnzone, entsprechend wird bei Unterschreitung ein Verlust realisiert.
GIF
Graphics Interchange Format. Ein komprimiertes Bilddateiformat, das für elektronisch publizierte Bilder verwendet wird. Zur Komprimierung wird das LZW-Verfahren eingesetzt, welches die im Bild vorkommenden Farben auf maximal 256 einschränken muss. Dadurch kann es gerade bei Fotografien zu unerwünschten Posterisierungseffekten kommen. Vorteil ist hingegen die hohe Kantenschärfe.
Goldener Schnitt
Schönheitsgesetz für die Harmonie der Proportionen, das bei der Flächen- und Raumaufteilung in der Kunst, der Typografie etc. eine wichtige Bedeutung besitzt. In der Seitengestaltung gilt z.B. das Seitenverhältnis 5:8 oder 8:13. Auch ein Satzspiegel lässt sich nach dem goldenen Schnitt einteilen.
Graubalance
Während eines Druckprozesses kann es zu leichten Schwankungen bei den Farben selbst und beim Farbauftrag kommen. Dies kann beim Druck durch die Graubalance aus den Grundfarben CMY kontrolliert werden. Hierzu wird ein sog. Graukeil mitgedruckt (s.u.). Dieser enthält Felder, die sich sowohl aus den drei Farben CMY (Dreifarbenschwarz) und andererseits aus reinem Schwarz aufbauen. Ziel ist es, diese Felder im Druck möglichst ähnlich und ohne Farbstiche auszudrucken.
Graustufen
Diskrete Tonwertstufen in einem Halbtonbild, typisch für digitale Daten. Die meisten Halbtonbilder weisen 256 Graustufen pro Farbe auf.
Greiferrand
Fläche bei Papieren, die nicht bedruckt werden kann. Im Bogendruck wird der einzelne Druckbogen an der Vorderkante durch Greifer (Greifersysteme) erfasst und durch die Druckmaschine geführt. In diesem Bereich kann keine Farbe aufgetragen werden.



