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Fachlexikon


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P

Pagina

Die Seitennummerierung eines Druckwerkes. Bis auf bestimmte Seiten (wie etwa Inhaltsverzeichnisse) werden alle Seiten fortlaufend durchnummeriert. Die Pagina sollte am ganz äußeren Rand der Seite platziert sein, damit sie auch beim schnellen Durchblättern immer gut lesbar ist.

Papier

Erzeugnis aus Pflanzenfasern, die in wässriger Suspension miteinander verfilzen und unter Zusatz von Hilfsstoffen zu einer Blattform verarbeitet werden. Laut DIN 6730: „Ein flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird.“

Papiergewicht

Das Gewicht von Druckpapieren wird in Gramm pro Quadratmeter gemessen. Auch Flächengewicht genannt.

Passer

Beim Mehrfarbendruck der genaue Über- oder Nebeneinanderdruck der einzelnen Farben.

Passkreuze

Feine Fadenkreuze (s.u.), die auf den einzelnen Farbauszügen und Druckplatten angeordnet sind. Sie dienen zum Einpassen bei der Montage, beim Einrichten der Druckplatten und zur laufenden Passerkontrolle im Fortdruck.

PDF

Portable Document Format. Ein von Adobe entwickeltes, offenes Datenformat. PDF ist mit PostScript verwandt und greift auf dasselbe grafische Beschreibungsmodell zurück. Deshalb lassen sich PostScript-Dateien ohne Verluste in PDF umwandeln. Für den Einsatz in der digitalen Druckvorstufe bietet PDF gegenüber PostScript wesentliche Vorteile: Es ist kompakter, läßt sich mit geringerem Fehlerrisiko RIPen und ist intern so gegliedert, daß sich Einzelseiten problemlos herauslösen oder einfügen lassen. Auch das inhaltliche Editieren von PDF-Dokumenten ist einfacher möglich.

PDF/X-3

PDF/X-3 ist ein im April 2002 verabschiedeter ISO-Standard, der die Übermittlung digitaler Druckvorlagen auf der Grundlage von PDF regelt.

PDF/X-3 ist vollständig kompatibel zu herkömmlichen PDF-Dateien, es gibt lediglich ein paar Einstellungen und Restriktionen für die PDF-Erstellung vor, welche den fehlerfreien Druckprozess sichern. Außerdem bietet es die Möglichkeit, verwendete Bilder während des gesamten kreativen Arbeitsprozesses im (kalibrierten) RGB-Farbraum zu belassen. Selbst im PDF liegen die Bilder noch als RGB vor. PDF/X-3 ermöglicht es aber, zusätzlich ein "Output Intent" Profil anzugeben, also ein Profil des zu verwendenden Druckers oder ein Standard ISO CMYK Profil. Man nimmt also die Umwandlung nicht mehr manuell vor, sondern definiert mit Hilfe von Farbprofilen genau, wie die Umwandlung geschehen soll.

Im Jahr 2003 wurde PDF/X-3 als ISO 15930-6 in einer revidierten Fassung – als
PDF/X-3:2003 bezeichnet – veröffentlicht, wobei im Wesentlichen nur kleinere formale Änderungen vorgenommen wurden. Mit der revidierten Fassung sind jetzt allerdings auch alle PDF/X-1a-Dateien stets gültige PDF/X-3-Dateien.

PEFC

Das Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC basiert inhaltlich auf internationalen Beschlüssen der Nachfolgekonferenzen der Umweltkonferenz von Rio (1992). Bei uns sind dies die Kriterien und Indikatoren, die auf den Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa (Helsinki 1993, Lissabon 1998, Wien 2003) von 37 Nationen im Pan-Europäischen Prozess verabschiedet wurden.

Vorrangiges Ziel von PEFC ist die Dokumentation und Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Hinblick auf ökonomische, ökologische sowie soziale Standards. Ferner bietet die Forstzertifizierung ein hervorragendes Marketinginstrument für den nachwachsenden Rohstoff Holz, das zur Verbesserung des Images der Forstwirtschaft und ihrer Marktpartner beiträgt.

Betriebe, die nach PEFC zertifiziert sind, zeigen Engagement für die Umwelt und ihre Verantwortung im Umgang mit dem unverzichtbaren Roh- und Werkstoff Holz. PEFC ist ganzheitliche Nachhaltigkeit: ein integratives Konzept, das ökologische, soziale und ökonomische Aspekte verbindet. Und PEFC ist der Garant für eine kontrollierte Verarbeitungskette – unabhängig überwacht, lückenlos nachvollziehbar und nachhaltig. Von unseren zertifizierten Wäldern über Holz verarbeitende Betriebe bis zum Endprodukt im Regal. Weitere Infos unter: www.pefc.de

Perforieren

Loch-oder Schlitzstanzung in Papier oder Karton zum Abtrennen eines Blattes oder eines Blatteiles. Herzustellen in Perforiermaschinen, in Endlosdruckmaschinen oder in Buchdruckmaschinen (seltener auch in Offsetdruckmaschinen).

Personalisiertes Drucken

Die Ausgabe variabler Daten auf Digitaldruckmaschinen, wobei sich bei jedem Exemplar die Seiteninhalte bzw. Teile der Seite (Text, Bild oder Grafik) ändern können. Auf diese Weise kann jeder Kunde individuell adressiert werden, was die Aufmerksamkeit und die Werbewirksamkeit deutlich steigert.

Photoshop

Seit 1990 der Industriestandard unter den Bildbearbeitungsprogrammen. Entwickelt von Adobe Systems.

PICT

Das PICT-Dateiformat war ein Internes Grafikformat von Apple Betriebssystemen bis OS 9. Pixel, Vektor und Textinformationen speicherbar. Unter OS X vom PDF Format abgelöst.

PitStop

Ein Plugin für Adobe Acrobat, das umfassende Prüfung und Änderungen in PDF Dateien ermöglicht. Entwickelt von Enfocus.

Pixel

Abkürzung für Picture Element. Ein Pixel (auch Rasterpunkt oder Bildpunkt) ist die kleinste Einheit eines Rasterimages. Pro Pixel werden wahlweise 1, 8 oder 24 Bits für die Darstellung der Farbinformationen verwendet (Farbtiefe, Pixeltiefe). Dadurch können Bitonale (schwarz-weiße) Bilder, Graustufenbilder oder Farbbilder gespeichert werden.

Pixelgrafik

Aus rasterartig angeordneten Bildpunkten (Pixel) zusammengesetzte Darstellung eines Bildes (z.B. vom Scanner erzeugt) oder einer generierten Grafik (z.B. im TIFF-Format). Nachteil: Mit einer Maßstabsveränderung wird auch die Pixelgröße verändert. Deshalb sollten die Vorlagen bereits annähernd im Zielmaßstab gescannt werden.

Planobogen

Flachliegende, ungefalzte Bogen.

Platzhalter

Ein niedrigauflösendes Bild, das in einem Dokument positioniert wird, um anzugeben, wo die endgültige Version des Bildes stehen soll.

PostScript

Seitenbeschreibungssprache, 1984 von Adobe Systems entwickelt. Sie ist Die aktuelle Version ist PostScript3. PostScript-Files sind im wesentlichen geräteunabhängig und speichern Schriften, auflösungsunabhängige Grafiken, sowie Pixelbilder. Mit der Einführung der ersten PostScript-Drucker wurde es der Marktstandard in der Druckindustrie, wird aber zunehmend von PDF verdrängt.

PowerPoint

Präsentationssoftware von Microsoft. Dateiausgabe ist Bildschirmoptimiert und daher in RGB Farben aufgebaut. Aus diesem Grund sind Powerpoint Dateien nicht geeignet als hochwertige Druckvorlagen. Dies gilt ferner für alle Microsoft Office Produkte.

Ppi

(Pixel per inch) Meist bei Scannern gebrauchte Maßeinheit für die Auflösung von Eingabegeräten (deshalb auch Scanauflösung, angegeben in Pixel pro Zoll; 1 Zoll = 2,54 cm), wobei die Anzahl der Pixel nicht identisch ist mit der in Dots angegebenen Ausgabeauflösung (angegeben in dpi und lpi).

Preflight

Simulation des Ausgabeprozesses im Computer. Beim Preflight-Check in der Druckvorstufe werden die zu belichtenden Dateien auf das Vorhandensein benötigter Fonts und Abbildungen untersucht und Warnungen bei zu geringer (oder zu hoher) Auflösung von Bildern, Schmuckfarben und anderen Problematischen Elementen (TrueType-Fonts, Haarlinien, gedrehte Bilder, komplexe Verläufe oder Pfade) ausgegeben. Neuere Programme bieten auch aktive Hilfestellungen bei der Fehlerbehebung.

Preps

Ausschießsoftware für die digitale Bogenmontage. Hergestellt von ScenicSoft, mittlerweile im Besitz von Creo.

Primärfarben

Die Grundfarben des additiven Farbsystems:
Rot, Grün und Blau (RGB). Sie mischen sich zu weiß.

Die Grundfarben des subtraktiven Farbsystems:
Cyan, Magenta und Gelb (CMY). Sie mischen sich zu schwarz.

Profitcenter

Organisatorischer Teilbereich mit separater Ergebnis- bzw. Deckungsbeitragsrechnung. Die Verantwortung für ein Profit Center liegt i.d.R. in einer Hand.

Proof

Digitaler, farbverbindlicher Andruck mit der Darstellung von Seitenelementen bzw. kompletten Druckformen zur internen Abstimmung im Produktionsprozeß der Druckvorstufe sowie zum Einholen der Druckfreigabe beim Kunden. Kann auch als Referenz für den Auflagendruck dienen.

ProzessStandard Offsetdruck (PSO)

Der ProzessStandard Offsetdruck (PSO) ist die industrielle und standardisierte Produktion von Drucksachen. Geschaffen von den Verbänden der Druck- und Medienindustrie Deutschlands zusammen mit den Forschungsinstituten Fogra und UGRA. Er ist verankert in der ISO-Norm ISO 12647-2 und somit allgemein gültig.

Durch den PSO kann die Produktion von der Datenerfassung bis zum fertigen Druckprodukt qualitativ abgesichert werden. Dazu bedient man sich geeigneter Mittel und Kontrollen zur Überwachung und Steuerung des Herstellungs-Prozesses. Dazu gehören spektrale und densitometrische Messgeräte, sowie die passenden Kontrollstreifen. Außerdem gibt der ProzessStandard Offsetdruck Sollwerte und Toleranzen vor, die das in den einzelnen Prozessstufen jeweils Sinnvolle und Machbare repräsentieren.

Prozessfarben

Die für einen Druckvorgang benötigten Farbtöne. Diese sind laut Euroskala die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz.

Punkt

Ein pt ist die kleinste typographische Maßeinheit = 0,376 mm.

Punktzuwachs (Rasterpunktverbreiterung)

Als Punktzuwachs bezeichnet man die Abweichung zwischen dem Rastertonwert der Vorlage und dem Rastertonwert im Druck. Verfahrenstechnisch und wegen des Lichtfangs ist Punktzuwachs unvermeidbar.