Fachlexikon
S
Sammelhefter
Eine Maschine, in der gefalzte Bogen in mehreren Stationen (den sog. Anlegern) ineinander gesteckt und mit Klammern durch den Rücken geheftet werden. Endprodukte sind einlagige Broschüren.
Sammeln
Buchbinderischer Fachbegriff für das Ineinanderlegen mehrerer Falzbogen zu einer gesamten Lage, die durch den Rücken mit Draht geheftet wird. Bei industrieller Produktion erfolgt das Ineinanderlegen und Heften automatisch in Sammelheftmaschinen.
Satiniert
Satinierte Papiere haben besonders glatte Oberflächen, nötig für den Druck mit feinem Raster. Die Satinage erfolgt in einem Kalandar, einem System übereinanderliegender, meist beheizter Hartpapier-und Stahlgußwalzen, durch die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird.
Satzspiegel
Der auf einer Druckseite für den Satz bestimmte Raum.
Schmalbahn (SB)
Die lange Seite des Druckbogens verläuft parallel zur Laufrichtung der Papierbahn in der Papiermaschine, beim Druck laufen also die Fasern parallel zur Zylinderachse. Bei mehrfarbigen Druckarbeiten sollte SB-Papier verwendet werden, da nur so bei einem Papierverzug in der Dehnrichtung durch Verändern des Plattenaufzugs ein Passer erzeugt werden kann. Kennzeichnung: Die Laufrichtung (Faserrichtung) wird mit einem „M“ (= Maschinenrichtung) gekennzeichnet, z. B. 61 x 86 M, alternativ 61 x 86 SB. (Siehe auch Laufrichtung)
Schusterjunge
Wenn eine Seite oder Spalte nach der ersten Zeile eines neuen Absatzes umbrochen wird, so wird diese allein am Ende der Seite oder Spalte stehende Zeile im Buchdruck als Schusterjunge bezeichnet. Der Schusterjunge gilt gegenüber dem Hurenkind als weniger gravierender Fehler und fällt besonders dann auf, wenn Absätze mit Einzug gesetzt werden. (Vergl. auch Hurenkind)
Schöndruck
Bei beidseitigem Druck auf einen Papierbogen, nennt man so den Druck auf die 'schönere' Papierseite. Viele Papiere haben herstellungsbedingt eine glatte und eine rauhe Seite, die Siebseite. So hat man also die Druckform, die die Titelseite enthält, auf die glatte Seite gedruckt: Der Schöndruck. Mit der Einführung von Doppelsieb-Papiermaschinen gibt es keine unterschiedlichen Papierseiten mehr, der Begriff des Schöndrucks hält sich jedoch weiter als erster von zwei Drucken auf einen Bogen.
Sekundärfarben
Die Mischfarben erster Ordnung aus jeweils zwei Grundfarben des additiven Farbsystems: Cyan, Magenta und Gelb (CMY).
Die Mischfarben erster Ordnung aus jeweils zwei Grundfarben des subtraktiven Farbsystems: Rot, Grün und Blau (RGB).
Selfmailer
Werbemittel ohne Umschlag bzw. Kuvert, bestehend aus Brief, Prospekt, Bestell- und Antwortkuvert, das in einem einzigen Arbeitsgang auf besonderen Maschinen gefertigt (also: gefalzt, geklebt, gummiert, perforiert, geschnitten und kuvertiert) wird.
Siebdruck
Da bei der Farbübertragung eine Schablone das Bild begrenzt, spricht man auch von Schablonendruck. Der Siebdruck gilt als das leistungsfähigste Schablonenverfahren. Da sein Druckbild nicht von Stegen unterbrochen wird, heißt er auch stegloser Schablonendruck. Ein auf einen Rahmen gespanntes Sieb ist Träger der Druckform.
Gewöhnlich ist der Druckvorgang zweistufig: Zuerst wird die Farbe mit der Vorrakel über das Sieb verteilt; danach wird sie mit der Druckrakel durch die Maschenöffnungen gedrückt. Dabei entstehen Farbaufträge, die fünf- bis zehnmal so dick sind wie bei anderen Druckverfahren.
Auf Siebdruckmaschinen können nicht nur Farbe, sondern auch Gummierung, Latex oder Haftkleber gedruckt werden. Auch grobkörnige Pigmente, zum Beispiel Erdfarben, Bronzen und Leuchtfarben (fluoreszierende und phosphoreszierende Farben) sind möglich.
SIT
Dateiformat eines Datenkompressionsprogramms auf Macintoshebene.
Skonto
Skonto ist eine prozentuale Zinsvergütung auf den Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist oder bei Barzahlung. Dadurch wollen die Lieferanten ihre Kunden dazu veranlassen, die erhaltene Ware oder Dienstleistung schneller zu bezahlen. Skonto beträgt üblicherweise zwei bis drei Prozent des Rechnungsbetrages.
Softproof
Farbechte Begutachtung von Dokumenten am Bildschirm, ohne einen Probedruck oder einen Proof auf Papier zu erstellen. Hierzu bedarf es besonderer Bildschirme und eingebundener Farbprofile. Praktisch hat das Softproofverfahren noch keine große Bedeutung erlangt, da auch eine rechtsverbindlichkeit (wie beim Proofdruck auf Papier) fehlt.
Spedition
Das Speditionsgeschäft ist nach dem Gesetz vom Frachtgeschäft zu unterscheiden. Der Spediteur organsiert den Transport, der Frachtführer oder Verfrachter transportiert. Der Spediteur kann aber auch eigene Transportmittel einsetzen und übernimmt so die Rechte und Pflichten eines Frachtführers.
Spektralfarben
Spektralfarben sind die Farben der elektromagnetischen Strahlung einer einzelnen Wellenlänge. Wenn diese Wellenlänge im Bereich von ca. 420 - 750 nm liegt (der Bereich, in dem unser Auge Strahlung wahrnehmen kann), dann bezeichnen wir sie als Licht. Wellenlängen von 420 - 500 nm erscheinen uns bläulich, jene zwischen 500 - 620 nm grünlich und Wellenlängen bis 750 nm rötlich. Dazwischen liegen alle Mischfarben des additiven Farbsystems. Wellenlängen jenseits dieses Bereichs sind für den Menschen unsichtbar und werden je nach Wellenlänge als Wärmestrahlung (Infrarot), UV, Röntgenstrahlen oder Radiowellen bezeichnet. Der sichtbare Bereich der Strahlung (Licht):
Stahlstichprägung
Tiefdruckverfahren mit gravierter oder geätzter Stahldruckform. Verwendung in der Herstellung von Banknoten, Wertpapieren, seltener auch Geschäftsdrucksachen.
Subtraktive Primärfarben
Die beim Druck zur Herstellung verschiedener Farbtöne verwendeten Druckfarben (Cyan, Magenta und Gelb). Im Gegensatz zu den additiven Primärfarben erzeugen diese bei Mischung einen dunkleren Farbton.
SWOP
(Specification for Web Offset Publications) US-Standard für die Druckfarben im Rollenoffset. Er legt ähnlich der europäischen Normung durch die Euroskala fest, welche Farbwerte die Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz haben sollen.



